Energieeinkopplungsmodul für die ICP-TOF-MS
Das Ziel des
Projektes bestand in der Entwicklung eines Moduls für die optimale
Energieeinkopplung in das induktiv gekoppelte Plasma (ICP) für die Time-of-Flight-
Massenspektrometrie (TOF-MS) in der Elementanalytik, wobei eine deutliche
Erhöhung der Nachweisempfindlichkeit von Elementspuren für das Spektrometer
erreicht werden sollte.
Folgende Ergebnisse wurden
erzielt:
- Erzeugung eines 6000-8000 K heißen Argonplasmas, in das die zu untersuchende Substanz injiziert, dort atomisiert und ionisiert sowie als Ionenstrom in das TOF-MS überführt und hier bzgl. seiner Elementbestandteile analysiert wird.
- Die Energieeinkopplung (ca. 1 kW) in das Plasma erfolgt durch eine wassergekühlte
Induktionsspule, die Teil eines Schwingkreises ist (27.12 MHz), und die den in einer
Quarztorch fließenden Argonstrom umschließt. Der die RF-Schwingungsenergie liefernde
Generator aus Halbleiterbauelementen (Ausgang 50 Ohm) muss optimal an den Schwingkreis
zur Energieeinkopplung angepasst werden, damit er nicht durch reflektierte Energie
zerstört wird.
- Dazu wurde für das Ersatzschaltbild des Schwingkreises mit Streukapazitäten und
Leitungsinduktivitäten in allgemeiner Form der Wellenwiderstand hergeleitet und
der Anteil der reflektierten Energie bestimmt. Auf dieser Grundlage und mit
experimentell ermittelten elektrischen Größen der Schwingkreiselemente wurde der
Energieeinkopplungskreis in einem elektrisch abgeschirmten Gehäuse realisiert,
so dass ein Argonplasma vom Generator zerstörungsfrei versorgt wurde.
- Die Ionenausbeute am Detektor des TOF-MS konnte wesentlich gesteigert werden
durch die isolierte Anbringung eines geerdeten Abschirmbleches zwischen
energieeinspeisender Induktionsspule und dem Plasma, das eine kapazitive
Entkopplung des Plasmapotentials vom Spulenpotential bewirkte ohne die
induktive Energieeinkopplung zu behindern.
- Durch die Absenkung des Plasmapotentials durch das Erdungsblech konnte eine Minimierung der Energieverteilung der Ionen aus dem Plasma erreicht werden. Auf diese Weise war es möglich, die angestrebten Leistungsparameter der Erhöhung der Empfindlichkeit um den Faktor 100 bei großen Atommassen, wie 208 (Pb), und um den Faktor 1000 für kleine Atommassen, wie etwa 24 (Mg), bei stabilem Routinebetrieb zu erreichen.
- Die Sicherung einer zuverlässigen Zündung konnte dadurch erreicht werden,
dass die Erdung des Abschirmbleches erst nach vollzogener Zündung des
Plasmas pneumatisch erfolgt.
Ergebnistransfer: Fa. Analytik Jena
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